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OSTSEE-ZEITUNG
vom 08. März 2001:
Ein Ort von sanftem Reiz - OZ zu Besuch in Drechow
Die Heimat aus der Luft noch einmal neu entdeckt

Drechow ist ein idyllischer Ort. Der Blick über den Dorfteich auf die kleine Kirche verführte schon manchen Besucher zum Bleiben. Wer hier wohnt, weiß die Idylle zu schätzen, entdeckt sie auch schon mal neu.

Von WILFRIED BRÜSS Drechow.


Unter alten Bäumen versteckt liegt die Kirche von Drechow. Hier halten auch Ortsfremde an, um einen Blick auf die Idylle zu werfen. Fotos (2): W. B.

 

Dem Autofahrer, der auf der L 192 Drechow passiert, prägen sich vom Dorf die schmucken Eigenheime auf dem Hügel hinter der uralten Dorflinde und die kleine Dorfkirche ein. Als sich 1919 ein kriegsversehrter Junglehrer mit Geigenkasten und Handgepäck zu Fuß vom Bahnhof der fünf Kilometer entfernt liegenden Tre-belstadt dem Ort näherte, gefiel ihm der idyllische Blick über den Dorfteich auf das Kirchlein so gut, dass Drechow für 21 Jahre seine Heimat wurde.

Wer sich, wie der Lehrer, behutsam dem Ort nähert, verspürt den sanften Reiz des an der Bek liegenden Dorfes. Im großzügigen Gutspark mit seinem wertvollen Baumbestand blühen die Schneeglöckchen in voller Pracht. Neben sieben Linden wartet das alte Gutshaus, Ende der neunziger Jahre von den Einwohnern verlassen, nach der Versteigerung auf bessere Zeiten. Nur der Anbau, früher Kindergarten und jetzt Stätte der Arbeiterwohlfahrt für betreutes Wohnen, strahlt im neuen Glanz. In trostlosem Zustand befinden sich auch die Speise- und Kulturbaracke der LPG sowie denkmalgeschützte einstige Pferdestall, der in der DDR den Konsum beherbergte.

Die LPG Tierproduktion brach nach der Wende weg. Heute ist die Herdbuchrinderzucht von Ilka Czepluch in den ehemaligen Schweineställen der einzige Landwirtschaftsbetrieb im Ort.

Helga und Helmut Timke wohnen mit 24 weiteren Familien im sanierten Wohnblock. Während sie 1945 durch die Kriegsfolgen ihre Heimat Hinterpommem verlassen musste und hier ansässig wurde, lebte ihr Mann seit 1935 in Dolgen. Sie wissen noch, dass Ende der 50er-Jahre des vorigen Jahrhunderts eine Baracke mit Betriebsküche und Speisesaal durch die HOMA für die Produktionsgenossenschaft des Ortes errichtet wurde. Einst traf man sich in der Schwesternstation des Gutshauses, im Konsum oder der Poststelle von Karin Rupp sowie bei zünftigen Parkfesten. Heute ist es im Ort sehr ruhig geworden.

Gisela Pachal von nebenan zeigt Erinnerungsfotos, die belegen, dass 1999 die Fenster der heute maroden Baulichkeiten noch intakt waren. Ihr Mann Siegfried ist ein Drechower Urgestein. Er lernte noch auf dem Gut und kehrte nach dem Krieg auf die zehn Hektar Neusiedlung seiner Mutter zurück. Nach der Heirat 1953 verlebte das Ehepaar mit beiden Söhnen eine glückliche Zeit im Heimatort, den sie auf einem Rundflug anlässlich ihres 40. Hochzeitstages aus der Vogelperspektive neu entdeckten. So verweisen die beiden stolz auf eigene Luftaufnahmen und stellen fest: “Hier haben wir uns immer wohlgefühlt."

An Franz Kellermann, den oben erwähnten Lehrer, erinnert sich Siegfried Pachal gut. Das Konterfei des Dorflehrers ist im alten Schulgebäude auf einer historischen Aufnahme von 1930 zusammen mit 46 Schülern zu sehen.

Seit März 1998 hat Drechow eine beliebte Begegnungsstätte. Sie wurde einst aufwendig renoviert. Heute ist es dort nach dreijährigem regen Leben durch die Sparmaßnahmen bei ABM sehr ruhig geworden. Vorerst öffnet Waltraud Meyer aus Krakow, einst selbst hier Betreuerin, donnerstags in ehrenamtlicher Arbeit die Tür für die Bürger.

Bürgermeister Heiko Schütze ist jedoch optimistisch, schon im April eine neue, dauerhafte Lösung für das Bürgerhaus zu haben

 

Mit 88 Jahren werden noch Geschichtsbücher gewälzt

Fritz Kohrs ist der älteste Drechower Einwohner

Drechow. Wie in vielen Dörfern des Landkreises Nordvorpommerns hat auch in Drechow gegenwärtig ein Problem - die junge Menschen im Dorf werden immer weniger. Die wenigen, die noch im Ort leben, lernen oder arbeiten mittlerweile auswärts. Zu denen, die diese Entwicklung bedauern, gehört auch Fritz Kohrs, der mit seinen 88 Jahren älteste Einwohner Drechows.
Ein Jahr nach dem Tod seiner Frau Hermine zog Fritz Kohrs 1995 vom Ortsteil Katzenow auf das Gehöft seines Sohnes Helmut und der Schwiegertochter Christa. In der Ortschaft kennt und achtet ihn jeder. Vormittags kann man dem alten Herrn oft auf einem kleinen Spaziergang durch das Dorf begegnen.

Die Gentechnik ist sein neuestes Steckenpferd

An der Bushaltestelle ruht er sich meist aus. Dort findet er auch immer wieder mal jemanden zu einem Schwätzchen.
Auch in der Drechower Begegnungsstätte ist Fritz Kohrs oft zu finden. Er kommt an fast jedem Öffnungstag. Dann spricht er auch häufig über sein neuestes Steckenpferd, die Gentechnik.
Den 1912 in Hannover geborene gelernte Büchsenmacher verschlug es 1933 in den Norden. Gemeinsam mit seinen Eltern kam Fritz Kohrs von Sachsen- Anhalt, um auf 20 Morgen Land des ehemaligen Katzenower Gutes zu siedeln. Jeden Tag brachte er damals mit dem Pferdefuhrwerk die Milch der Landwirte zur Franzburger Molkerei.
Später ging er als Angestellter zur Marine nach Wilhelmshaven. Dort überraschte ihn auch der Zweite Weltkrieg. Nach der Kriegsgefangenschaft kehrte er zurück. Seine Frau hatte inzwischen eine Neubauernstelle angenommen. Er sei Bauer mit Leib und Seele gewesen, erzählt Kohrs. “Wir mussten zwar schwer arbeiten, doch wir haben auch gut gelebt", resümiert er.
Schon deshalb sei ihm der Eintritt in die LPG damals schwer gefallen. “Es war doch Zwang", sagt Fritz Kohrs heute. Dennoch engagierte er sich damals auch als Vorsitzender der Genossenschaft.
In seinem hellen, von den Kindern ausgebauten und mit Dusche und WC versehenen Zimmerchen auf dem Hof seiner Kinder fühlt der 88-Jährige sich wohl. Dicke Geschichtswälzer liegen dort auf dem Tisch, denn Historie und Geographie interessieren ihn bis heute. “Das gibt mir Lebenskraft und Mut. Langeweile kenne ich gar nicht", sagt der betagte Senior. Fritz Kohrs schwort auf seinen Heimatort, denn: ,,Drechow war schon immer das schönste Dorf für mich."       WILFRIED BRÜSS

Beinahe täglich dreht Fritz Kohrs seine Runde durch Drechow

OSTSEE-ZEITUNG
vom 14./15. Oktober
2000:

“Aktion Mensch” hilft in Stralsund und Drechow

Aus Lotterie- Einnahmen 73 000 und 21 000 Mark

Stralsund. Zwei Sozialprojekte in unserer Region unterstützt die “Aktion Mensch" (früher Sorgenkind). Wie gestern die Geschäftsstelle in Bonn mitteilte, erhält die Beratungsstelle der Lebenshilfe e.V. in Stralsund 73.204 Mark. Dabei handelt es sich um Einnahmen aus der bekannten Fernsehlotterie.
Ziel der Beratungsstelle ist es, Menschen mit Behinderungen in das öffentliche Leben zu integrieren. Ratsuchende finden Hilfe bei Fragen zur Frühförderung, zur Aufnahme behinderter Kinder in integrative Einrichtungen, zu Berufschancen oder zur Pflegeversicherung. Gleichzeitig werden gemeinsame Ferienfahrten, Ausflüge und Feste organisiert.
Für die “Kleinstgruppe Drechow" der Arbeiterwohlfahrt, in der Kinder und Jugendliche mit schweren seelischen und psychischen Behinderungen leben, stellt “Aktion Mensch" genau 20.915 DM zur Verfügung. Ziel der Betreuung ist es, die Betroffenen auf ein selbstverantwortliches Leben vorzubereiten. Das Geld ist für einen Kleinbus bei Fahrten zur Schule, zu Veranstaltungen, zum Einkaufen oder für Ausflüge bestimmt.   A. Li.

fussball-katzenow
Die Freizeitkicker von Katzenow in Aktion.                                   Foto: B. Schnibben

Freizeitfußball ohne Punktekämpfe

64 Reiter und 20 Hobby- Kicker gehören zum Katzenower Verein

Katzenow. Freizeitfußball reinster Sorte wird auf dem Dorf praktiziert. Kicker von 13 bis 50 Jahren treffen sich allsonntäglich zum Spiel auf dem Kleinfeld in Katzenow.
“Wir treffen uns bei jedem Wetter. Männern macht beim Spielen ein kleiner Regenschauer nichts aus. Wenn es mal zu extrem gießt, haben wir als Alternative die Reithalle des Katzenower Reit- und Fahrvereins, die uns die Pferdenarren für diese Zeit gerne zur Verfügung stellen", berichtet der Kapitän Sven Rau aus Werder. Das Kleinfeld ist in diesem Jahr auf Initiative der Gemeinde Drechow fertiggestellt worden und erhielt zur richtigen Ausstattung noch zwei Alu- Euro- Tore.
“Wenn wir uns bei schlechtem Wetter in die Reithalle verziehen, haben wir zwei alte Holztore." Aufgrund des sandigen Untergrundes ist das Spiel dort gleichzeitig ein zusätzliches Konditionstraining für die Spieler. Um die zwanzig Leute tummeln sich draußen auf dem Feld.
“Bei uns kann jeder mitspielen, es steht kein Ligadruck dahinter, und das Spiel ist der reine Spaß", so Harald Felske.
Auf Freizeitebene treffen sich die Kicker der verschiedenen Gemeinden zu Turnieren, wie neulich in Rönkendorf, wo acht Mannschaften ihr Bestes gaben.
Zwar hatten die Katzenower den Pokal gewonnen, aber sie waren mit dem Verständnis von sportlicher Fairness der anderen Mannschaften nicht so hundertprozentig zufrieden. Coach Ronnie Schöpke gibt seiner Mannschaft während des Trainingsspiels immer wieder Tipps, wie sie am günstigsten einen Angriff oder effektiv die Verteidigung aufbauen kann.
Jeder, der diese Freizeitbeschäftigung liebt, kann am Sonntag an den Trainingsstunden teilnehmen. “Sogar aus Stavenhagen und Rönkendorf sind heute Spieler zu uns gekommen", freut sich Felske. “Unsere Fußballabteilung startet bei jedem Turnier für den Katzenower Reitverein", so Felske. Inzwischen ist die Mitgliederzahl des Vereins auf 64 Reiter und 20 Hobby- Kicker angewachsen.
BIRGIT SCHNIBBEN

OSTSEE-ZEITUNG
vom 05. September 2000:

kanu
Bürgermeister Heiko Schütze und sein Stellvertreter Helmut Karnatz (vorn) zeigten als Kanufahrer auf dem Drechower Dorfteich, was sie drauf haben.
Foto: Birgit Schnibben

Tribseeserin gewann den großen Preis beim Dorffest

Reiten, Kutsch- und Kanufahrten im Drechower Angebot

Ein gelungenes Dorffest stellten die Drechower am Sonnabend auf die Beine.
Für Abwechslung der besonderen Art sorgten die Kanufahrten auf dem Dorfteich und die Offerten des Reitvereins.
Von BIRGIT SCHNIBBEN

Drechow. Über Mikrofon wurde am Sonnabend beim Dorffest die Aufforderung durchgegeben, dass sich noch Kanufahrer melden sollten, um mit Bürgermeister Heiko Schütze und auch mal mit seinem Stellvertreter Helmut Karnatz eine Wildwasserfahrt über den Teich zu wagen.
Sofort waren einige junge Strategen bereit und drängten sich an der Anlegestelle. Mit geradezu rasanter Geschwindigkeit durchflog das mehrsitzige Boot das Wasser.
Auf dem Festplatz um die Bürgerbegegnungsstätte herrschte bei musikalischer Beschallung durch Entertainer Franzilein aus Gremersdorf großer Andrang an der Losbude, wo als Hauptpreis ein Farbfernseher winkte. Glückliche Gewinnerin war Karin Witt aus Tribsees.
Andere Besucher ließen sich außerhalb und innerhalb der Bürgerbegegnungsstätte kulinarisch verwöhnen. Die Kinder nutzten gern die Angebote des Katzenower Reitvereins, so mancher unter
nahm eine zünftige Kutschfahrt. Der Abtshäger Nachwuchskünstler Tino sang im Freien seine romantischen Lieder. Zum Glück wandelte sich das Wetter vom Dauerregen zu gemischt-schönem Sommerwetter.
Eine große Hüpfburg genießt bei allen Dorffesten große Anziehungskraft für die Jüngsten, die im Vorfeld häufig gefragt hatten, ob so eine Einrichtung auch nach Drechow kommt. Sie war da und wurde ausgiebig genutzt.
Es war ein gelungenes Dorffest, das dank der engagierten Vorbereitung durch den Stremlower Strukturförderverein und weitere Vereine sowie Bürgermeister Heiko Schütze möglich wurde

OSTSEE-ZEITUNG
vom 06. Mai 2000:

Straßenlampen werden erneuert

Drechow. Ursprünglich wollte die Gemeinde ihre Investitionspauschale Von 15000 Mark für den dritten Bauabschnitt der Straße Hugoldsdorf- Katzenow einsetzen. Wegen der geltenden Förderrichtlinien ist das nicht möglich, und die Gemeindevertretung mußte jetzt einen Nachtragshaushalt beschließen.
 Demnach werden die 15000 Mark für den Wegebau aus der Rücklage entnommen. Die Investitionspauschale kommt nun der Instandsetzung der Asphaltstraße in Katzenow, der Fenstererneuerung im früheren Drechower Kindergarten und der Erneuerung der Straßenbeleuchtung in Katzenow zugute. Die Gemeindevertretung stimmte dem vom Finanzausschuß erarbeiteten Vorschlag zu. Eine erste Schätzung geht von 22 000 Mark Gesamtkosten für alle drei Projekte aus. Damit wären weitere 7000 Mark aus der Rücklage zu entnehmen. Die Gemeindevertretung geht aber davon aus, dass sich die Summe durch die Ausschreibung der Leistungen und die Reduzierung der Laternenzahl in Katzenow verringern läßt